Babys sicher Vitamin D geben


Das richtige Produkt wählen!

Baby erhält flüssiges Vitamin D in den Mund getropft.
mauritius images / Kirill Ryzhov / Alamy / Alamy Stock Photos

Zur Stärkung der Knochen sollen im ersten Lebensjahr alle Säuglinge Vitamin D bekommen. Doch bei der Gabe wird vieles falsch gemacht: immer wieder kommt es zu Überdosierungen.

Krumme Beine ohne Vitamin D

Vitamin D ist für eine gesunde Entwicklung der Knochen unabdingbar. Es fördert die Kalziumaufnahme und den Einbau des Minerals in das Knochengewebe. Fehlt Vitamin D, droht eine Rachitis. Der Knochen bleibt weich und die Unterschenkel der Kinder verbiegen sich zu den typischen rachitischen O-Beinen.

Säuglinge können ihren Vitamin-D-Bedarf nicht über die Eigenproduktion decken. Auch über die Muttermilch und die Säuglingsnahrung wird meist zu wenig Vitamin D zugeführt. Deshalb empfehlen die Leitlinien eine Vitamin-D-Gabe ab der ersten bis zweiten Lebenswoche. Sie soll bis zum zweiten Frühsommer durchgeführt werden, je nach Geburtsmonat also mindestens ein bis eineinhalb Jahre. Termingeborene Kinder bekommen 400 bis 500 Internationale Einheiten (I.E.) pro Tag, Frühgeborene in den ersten Lebensmonaten bis zu 1.000 I.E. täglich.

Für diese Rachitisprophylaxe gibt es spezielle Vitamin-D-Tropfen oder -Tabletten, die von der Ärzt*in verschrieben werden. Die Tabletten sollen in Wasser gelöst und direkt, also nicht mit der Mahlzeit, verabreicht werden. Tropfen kann man dagegen der Milch oder dem Brei hinzufügen – allerdings erst, wenn dieser abgekühlt ist.

Finger weg von Nahrungsergänzungmitteln

Nahrungsergänzungsmittel mit hoch dosiertem Vitamin D sind überall frei zu bekommen. Diese Produkte sind jedoch für die Rachitisprophylaxe bei Säuglingen gänzlich ungeeignet, betonen Expert*innen der Arzneimittelkomission der deutschen Ärzteschaft (AKDÄ). Denn insbesondere flüssige Präparate bergen das Risiko einer Überdosierung. Es drohen Störungen der Herzfunktion und des Nervensystems, und langfristig kann es zu schweren Nierenproblemen kommen.

Gefährliche Weichgummis

Ebenfalls gewarnt wird vor Vitamin-D-haltigen Weichgummis. Sie sind mit 2.000 I.E. Vitamin D3 pro Stück viel zu hoch dosiert für Kinder. Probepäckchen von Erwachsenen sollten außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Sie können mit Gummibärchen verwechselt und gegessen werden – und dadurch zu schweren gesundheitlichen Folgen führen.

Quelle: AKDÄ, Arzneiverordnung in der Praxis

Unser starker Partner


Unsere Kundenkarte

zur Reservierung

News

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Gegen die Sucht

E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.   mehr

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Schwanen-Apotheke
Inhaber Mark Enz
Telefon 089/4 31 43 34
E-Mail schwanen-apotheke@mnet-mail.de