Zuckermedikament für die Knochen?


Schnellere Heilung bei Knochenbruch
Zuckermedikament für die Knochen?

Blutdruckmedikamente gegen Haarausfall und Schlafmittel als Krebsmedikament – immer wieder zeigen sich neue Anwendungsgebiete für bekannte Arzneimittel. Vielleicht wird bald ein Zuckermedikament die Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen.

Vier Faktoren verlangsamen den Heilungsprozess nach Knochenbrüchen: Übergewicht, eine fettreiche Ernährung, Diabetes mellitus Typ 2 und ein fortgeschrittenes Lebensalter. Die genauen Zusammenhänge blieben bisher im Dunkeln. Bekannt war nur Folgendes: Im Rahmen des Alterungsprozesses sammeln sich größere Mengen an Fettzellen im Knochenmark an, wo sie die Knochenheilung und die Blutbildung behindern. Die Stammzellforscher Thomas H. Ambrosi und Tim J. Schulz haben den Prozess genauer untersucht. Ihre Forschungsarbeit stützt sich auf Zellexperimente und Untersuchungen an Mäusen.

Fettdepots verlangsamen Heilung bei Knochenbrüchen

Die beiden Forscher vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) stellten fest: Ältere, übergewichtige Patienten bilden spezielle Fettvorläuferzellen im Knochenmark. Von diesen Vorläuferzellen gehen später Fettdepots aus, welche die Knochenheilung behindern. Damit haben die Stammzellforscher den Zusammenhang zwischen Alter, Ernährung und Körpergewicht sowie Knochenheilung belegt.

Zuckermedikament als mögliche Lösung

Doch wie genau beeinträchtigen Fettzellen die Knochenheilung? Auch darauf haben die Forscher eine Antwort. Diesen negativen Effekt vermittelt das Enzym Dipeptidyl Peptidase 4 (DPP4). DPP4 ist als Enzym des Zuckerstoffwechsels bekannt. Es erhöht den Blutzucker- und senkt den Insulinspiegel. Deshalb kommen in der Diabetestherapie schon seit längerem Medikamente zum Einsatz, die DPP4 hemmen. Inwieweit sich diese so genannten DPP4-Inhibitoren auch für die Behandlung von Knochenbrüchen eignen, sollen weitere Studien zeigen. Darüber hinaus wollen die Wissenschaftler feststellen, ob bestimmte Nahrungsbestandteile und Ernährungsformen die Knochenheilung begünstigen.

Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdamm-Rehbrücke

Unser starker Partner


Unsere Kundenkarte

zur Reservierung

News

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Schwanen-Apotheke
Inhaber Mark Enz
Telefon 089/4 31 43 34
E-Mail schwanen-apotheke@mnet-mail.de